Weniger falsche Herkunftsangaben in Polen
Weniger falsche Herkunftsangaben in Polen
10-3-2026
Die Menge an Obst und Gemüse, die in polnischen Supermärkten mit einer falschen Angabe des Herkunftslandes verkauft wird, ist seit 2019 deutlich zurückgegangen
Im Juli 2019 inspizierte die polnische Trade Inspection Authority (TIA) 96 Verkaufsstellen von 18 verschiedenen Ketten. Die Handelsaufsichtsbehörde stellte bei 118 der 1 162 untersuchten Chargen und in fast einem Drittel der Geschäfte falsche Angaben fest. Bei späteren Kontrollen einer größeren Anzahl von Verkaufsstellen stellte sich heraus, dass in einer vergleichbaren Anzahl von Fällen und in einem vergleichbaren Prozentsatz der Geschäfte die Kennzeichnung fehlte oder falsch war.
Als Reaktion darauf hat die polnische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde (UOKiK) zwei Supermarktketten mit einer Geldstrafe belegt: Jeronimo Martins Polska, Eigentümer der Biedronka-Kette, und Kaufland Polska Markety.
Biedronka/Jeronimo Martins wurde mit einer Geldstrafe von mehr als 60 Millionen Zloty (14,1 Millionen Euro) und Kaufland mit 13,2 Millionen Zloty (3,1 Millionen Euro) belegt. Kaufland hat dagegen Berufung eingelegt.
Im Februar dieses Jahres trat eine neue Verordnung in Kraft. Diese schreibt vor, dass in Geschäften verkauftes Obst und Gemüse mit einer Angabe des Landes versehen sein muss, in dem es angebaut wurde.
Die Maßnahmen haben offenbar Wirkung gezeigt. Jüngste Kontrollen der polnischen Handelsaufsichtsbehörde (TIA) haben ergeben, dass nicht mehr als 0,73 Prozent der kontrollierten Partien falsch gekennzeichnet waren. (Quelle: fruitnet.com)