Spätfröste in der Türkei
Spätfröste in der Türkei
In der Türkei wurden mehrere Kulturen besonders schwer von Spätfrösten getroffen
In der Türkei wurden nach Angaben des türkischen Landwirtschaftsministeriums mehrere Kulturen vor allem rund um den 10. und 12. April besonders schwer von Spätfrösten getroffen. An manchen Orten sanken die Temperaturen auf -15 °C. Dem Ministerium zufolge sind dies die strengsten Spätfröste seit 30 Jahren. Bei solchen Temperaturen geht oft nicht nur die Ernte verloren, sondern auch die Bäume können beschädigt werden. Im ganzen Land sind die Schäden enorm.
85 % der türkischen Aprikosen werden im Osten des Landes angebaut. Mit einem Wert von 500 Mio. Euro handelt es sich um eine sehr wichtige Kultur für die Region. Die Schäden sind hier sehr groß; nicht nur bei Aprikosen, sondern bei fast allen Kulturen außer Winterweizen. In diesem Gebiet ist auch viel Schnee gefallen.
Im Südwesten des Landes sind 30 % der Rosen, ein wichtiges Exportprodukt der Türkei, erfroren. Auch 40 % bis 50 % der Kirschen, Aprikosen und Pfirsiche wurden hier vernichtet.
In der Westtürkei verursachte der Frost auf 80 % der Rebflächen Ausfälle, was Schäden in Höhe von Dutzenden Millionen Euro bedeutet. Auch Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche und Nüsse werden hier angebaut. (Hans Scholten)