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Messung des Wassergehalts an Früchten

Messung des Wassergehalts an Früchten

Messung des Wassergehalts an Früchten
EFM

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05-09-2025

„In den letzten Jahren waren die Obstbauern am Bodensee immer wieder mit langer Trockenheit im Sommer in Kombination mit zu wenig Wasser zur Bewässerung der Bäume konfrontiert“, sagte Sarah Gruntmeir während des KOBstbautags in Bavendorf auf der deutschen Seite des Bodensees am 17. Juli. Um das knappe Gut Wasser optimal zu nutzen, ist Wissen über den Bedarf der Bäume wichtig. Die Messung des Wassergehalts ist auf drei Arten möglich:

  1. Messung der Bodenfeuchte mithilfe von Sensoren, die die Saugspannung oder den volumetrischen Wassergehalt im Boden messen;
  2. Messung des Fruchtwachstums im Laufe des Tages mit einem Dendrometer, des Wassertransports durch die Spaltöffnungen mit einem Porometer oder des Wasserdrucks im Leitsystem des Stamms (Xylem);
  3. Messung des Wassergehalts der Frucht mit einem optischen Messgerät.

Letztere Methode bietet im Prinzip den besten Aufschluss darüber, was die Früchte benötigen. Sarah Gruntmeir führte einen Versuch zu dieser Methode durch und prüfte das Spektrometer Felix F-750. Damit kann ab 8 mm Fruchtdurchmesser der Wassergehalt der Frucht bestimmt werden. Der Nachteil ist, dass das Gerät mit einem Preis von rund 10.000 € relativ teuer für diese Anwendung ist. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Institut für angewandte Photonik und Optik (ILM) wurde ein Prototyp eines Messgeräts entwickelt, das den Wassergehalt an kleineren Früchten messen kann und wesentlich billiger ist.

(Quelle: EFM September 2025)