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Kleine Apfelernte, aber schwieriger Saisonstart

Kleine Apfelernte, aber schwieriger Saisonstart

Kleine Apfelernte, aber schwieriger Saisonstart
ChatGPT

10-8-2026

Die 27 EU-Länder erwarten in diesem Jahr eine Apfelernte von 9,5 Millionen Tonnen. Das ist die kleinste Menge seit fast zehn Jahren. Die erwartete Ernte liegt 15,6 % unter der von 2025 und 14,3 % unter dem Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025.

Das klingt zunächst nach guten Nachrichten. Auf dem Prognosfruit-Kongress am 6. August dämpfte Ursula Schockemöhle von der deutschen Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) jedoch die möglicherweise hohen Erwartungen. „Wir haben es in diesem Jahr mit hohen europäischen Lagerbeständen, einer mäßigen Nachfrage und niedrigen Preisen zu tun“, erklärte sie auf dem Kongress.

Anfang Juli lagerten in der EU noch rund 634.000 Tonnen Äpfel aus der Ernte 2025. Nach Angaben der AMI ist dies der höchste Lagerbestand seit sieben Jahren. Er bestand vor allem aus Golden Delicious (199.000 Tonnen), Äpfeln der Jonagold-Gruppe (141.000 Tonnen) und sonstigen Sorten (294.000 Tonnen). Hohe Lagerbestände setzen die Preise der ersten Äpfel aus der neuen Ernte fast immer unter Druck.

Im weiteren Saisonverlauf könnten rückläufige Lagerbestände, eine kleinere europäische Apfelernte und die aufgrund von Trockenschäden begrenzte Verfügbarkeit von Früchten in Premiumqualität jedoch zu einer Preiserholung beitragen.

 

Sinkender Konsum

Sorge bereitet der rückläufige Apfelkonsum. Schockemöhle zufolge ist der Pro-Kopf-Verbrauch in Spanien, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Österreich und Italien 2025 gegenüber dem Zeitraum 2022 bis 2024 gesunken. Vor allem in Italien ging der Konsum deutlich zurück. (Quellen: AMI, Fruchthandel.de)