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Hauchdünne Folie macht Smartphone zur Infrarotkamera

Hauchdünne Folie macht Smartphone zur Infrarotkamera

Hauchdünne Folie macht Smartphone zur Infrarotkamera
Pixabay

11-9-2026

Mit dem Smartphone ganz einfach feststellen, ob Äpfel oder Birnen bereits pflückreif sind. Noch ist das Zukunftsmusik, doch in naher Zukunft könnte es Realität werden.

Forschende der Universität Hasselt (UHasselt) und des belgischen Forschungs- und Innovationszentrums imec, das sich vor allem mit Mikrochips, Nanoelektronik und digitalen Technologien befasst, haben eine hauchdünne Folie entwickelt, die unsichtbares Infrarotlicht in sichtbares grünes Licht umwandelt. Die Technologie ermöglicht es, mit einer gewöhnlichen, kostengünstigen Kamera – etwa der eines Smartphones – zerstörungsfrei sichtbar zu machen, was dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleibt. So lässt sich unter anderem der Reifegrad von Früchten bestimmen, ohne die dafür bislang erforderlichen teuren Infrarotkameras einsetzen zu müssen.

Infrarotkameras können beispielsweise eingesetzt werden, um die Qualität und den Reifegrad von Früchten zu beurteilen. Nachteilig ist jedoch, dass solche Spezialkameras schnell 40.000 bis 50.000 Euro kosten und zudem schwer sind.

Die Forschenden entwickelten eine Folie aus 38 ultradünnen organischen Schichten. Zusammen sind diese etwa 100-mal dünner als ein menschliches Haar. Trifft Infrarotlicht auf die Folie, wandelt sie es in sichtbares grünes Licht um. Wird die Folie auf der Kameralinse eines Smartphones angebracht, kann das Gerät als Infrarotkamera genutzt werden.

Die neue Folie ist leicht, kostengünstig und benötigt keine externe Stromquelle. Außerdem reicht bereits sehr wenig Licht aus, um ein klares Bild zu erzeugen. Die Technologie befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium und muss weiterentwickelt werden. Langfristig könnte sie Infrarotmessungen jedoch deutlich zugänglicher machen – beispielsweise für Obstbauern.