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Europäische Ernteprognose für Aprikosen

Europäische Ernteprognose für Aprikosen

Europäische Ernteprognose für Aprikosen

Auf der Fachmesse medFEL im französischen Perpignan wurden Ende April die Ernteprognosen für Aprikosen präsentiert. Spanien erwartet trotz starker Niederschläge während der Blüte eine normale Aprikosenernte. Die Prognose beläuft sich auf 136.000 t bzw. 1 % mehr als 2024 und ganze 48 % mehr als im Mittel der letzten 5 Jahre. Die relativ große Ernte ist hauptsächlich auf das Ausbleiben von Spätfrösten im Jahr 2025 zurückzuführen. Die Ernte erfolgt in diesem Jahr 10 bis 15 Tage später als üblich. Die Dürre der letzten Jahre hat sich nicht auf die Produktion 2025 ausgewirkt. Dank der reichlichen Niederschläge im vergangenen Winter wurden die Wasserreserven im Boden wieder aufgefüllt.

Griechenland erwartet nach einer „normalen“ Aprikosenernte 2024 in diesem Jahr eine um 34 % kleinere Ernte. Die geschätzte Produktion in Höhe von 67.750 t liegt 14 % unter dem Mittel der letzten 5 Jahre. Im Norden des Landes sanken die Temperaturen zu Beginn der Blüte auf -5 °C, wodurch vor allem frühe Sorten in diesem Jahr nicht genug tragen. Auch in Griechenland erfolgt die Ernte um 7 bis 10 Tage später als normalerweise.

In Italien wird die Ernte 2025 auf 199.600 t geschätzt, was 19 % weniger ist als 2024 und 13 % weniger als das Mittel der letzten 5 Jahre. Die Ursache hierfür ist Blütenfrost. Italienische Aprikosenbauern erwarten, dass die Ernte eine Woche später stattfinden wird als normalerweise.

In Frankreich haben die Aprikosenbäume sehr üppig geblüht. Aufgrund des vielen Regens während der Blüte und der schwankenden Temperaturen kam es jedoch zu einem starken Junifall. Trotzdem wird mit 104.800 t eine um 31 % größere Ernte als 2024 und 1 % mehr als das Fünfjahresmittel erwartet. So wie in den anderen Ländern wird die Ernte auch in Frankreich in diesem Jahr später erfolgen; rund eine Woche später. (Hans Scholten)