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Der Boden „merkt“ sich, welche Pflanzen dort gewachsen sind

Der Boden „merkt“ sich, welche Pflanzen dort gewachsen sind

Der Boden „merkt“ sich, welche Pflanzen dort gewachsen sind
EFM

26-06-2026

Pflanzen entziehen dem Boden nicht nur Wasser und Nährstoffe, sie verändern ihn auch. Über ihre Wurzeln beeinflussen sie die chemische Zusammensetzung des Bodens, seine Struktur und die Gemeinschaft der dort lebenden Bakterien, Pilze und anderer Mikroorganismen. Diese Veränderungen wirken sich wiederum auf die Pflanzen aus, die später an derselben Stelle wachsen, und bilden sozusagen das Gedächtnis des Bodens.

Dies geht aus einer Doktorarbeit von Elias Goossens an der Vrije Universiteit Brussel (VUB) hervor, der untersuchte, wie Pflanzen den Boden beeinflussen und wie diese Veränderungen das Wachstum anderer Pflanzen bestimmen.

Wissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang von „Pflanzen-Boden-Rückkopplung“: einer ständigen Wechselwirkung zwischen Pflanzen und ihrem Lebensraum. „Man kann den Boden als ein Gedächtnis der Pflanzen betrachten, die zuvor dort gewachsen sind“, sagt Goossens. „Pflanzen hinterlassen ihre Spuren, und diese bestimmen mit, welche Arten danach erfolgreich sein können.“

 

Geringe Biodiversität = mehr invasive gebietsfremde Arten

Eine auffällige Erkenntnis aus der Untersuchung ist, dass dominante Pflanzenarten oft durch ihren eigenen Einfluss auf den Boden gebremst werden. Sie fördern bodenbürtige Krankheitserreger, die vor allem Pflanzen derselben Art befallen. Die Doktorarbeit wirft auch ein neues Licht auf invasive Pflanzen. Wenn weniger verschiedene Pflanzenarten vorhanden sind, können invasive Pflanzen stärker vom Fehlen ihrer natürlichen Konkurrenten profitieren. Artenarme Ökosysteme sind daher anfälliger für eine „Invasion“ durch invasive Pflanzenarten, so das Fazit der Forscher. (Quelle: Vilt.be)