Bekämpfung der Kirschessigfliege mit asiatischer Schlupfwespe
Bekämpfung der Kirschessigfliege mit asiatischer Schlupfwespe
Derzeit werden unter anderem in Frankreich und den Niederlanden Versuche mit der Schlupfwespe Ganaspis kimorum als natürlicher Gegenspieler der Kirschessigfliege durchgeführt.
2023 wurden in Frankreich und 2025 in den Niederlanden die ersten asiatischen Schlupfwespen der Gattung Ganaspis freigesetzt. Die Wahl fiel auf die Art Ganaspis kimorum, da diese Schlupfwespe nur Drosophila suzukii parasitiert.
Die ersten Ganaspis-Schlupfwespen wurden – in Zusammenarbeit mit der lokalen Chambre d’Agriculture – im September 2023 an zehn verschiedenen Orten in Frankreich freigesetzt. 2024 wurde dies an weiteren zehn verschiedenen Orten wiederholt, 2025 an noch einmal fünf. Die Schlupfwespen wurden in verschiedenen Klimazonen freigesetzt, um ermitteln zu können, wie effizient die Schlupfwespe unter verschiedenen Witterungsbedingungen ist.
In den Niederlanden wurden 2025 die ersten Ganaspis-Schlupfwespen freigesetzt. Im August wurden die gezüchteten Schlupfwespen an Stellen mit vielen wilden Brombeeren und anderen reifenden Früchten freigesetzt. Dies sind bevorzugte Brutstätten der Kirschessigfliege. Die Forscher erwarten, dass sich die Schlupfwespen dort auf Larven der Kirschessigfliege fortpflanzen und allmählich ausbreiten werden.
Kein Wundermittel
Mit Schlupfwespen allein könne die Kirschessigfliege nicht vollständig bekämpft werden, meint WUR-Forscher Herman Helsen. „Die Kirschessigfliege konnte sich weltweit etablieren, weil es außerhalb Asiens keine natürlichen Gegenspieler gibt. In den Niederlanden wachsen mehr als fünfzig Pflanzenarten, auf denen die Kirschessigfliege leben kann. Deshalb kann sie sich überall in der Landschaft fortpflanzen. Dies führt zu einem kontinuierlichen Zustrom von Kirschessigfliegen in die Obstanlagen, was die Bekämpfung schwierig macht. Wenn man einen spezialisierten natürlichen Gegenspieler einsetzt, kann das Wachstum der Kirschessigfliegen-Population verlangsamt werden. Dies hilft, den Druck auf die Kulturen zu senken. Zusätzliche Maßnahmen in den Kulturen bleiben aber notwendig.“
Lesen Sie mehr über die Möglichkeiten und Grenzen von Schlupfwespen gegen die Kirschessigfliege im Artikel in der Novemberausgabe von EFM.